Ein Styled Shoot auf Mykonos: weiße Mauern, schwarze Anzüge und Wind vom Meer.

Eine Woche Mykonos mit Julians Masterclass
Seit drei Jahren fahre ich einmal im Jahr zur Masterclass von Julian Müller. Julian ist auch der Fotograf meiner Hochzeit. Ich kenne ihn noch aus der Zeit, als er vor allem Automobile fotografiert hat. Nach meiner Hochzeit haben wir uns auf vielen weiteren Hochzeiten getroffen, und irgendwann habe ich gesagt: Ich komme mit. Seitdem bin ich jedes Jahr dabei.
Dieses Jahr waren wir 16 Leute, davon acht Fotografen. Im Vordergrund steht der Austausch: Wo stehe ich, was ist neu, wohin entwickeln sich Hochzeiten, welche Stile und Trends kommen. Dazu lernt man neue Techniken. Eine Woche lang wird jeden Tag geshootet, nicht nur Hochzeitscontent. Für mich als Hochzeitsfotograf ist das trotzdem Gold wert, vor allem an den ein, zwei Tagen, die reinem Hochzeitscontent gewidmet sind.
Im Vordergrund steht der Austausch.

Natalie und William
Natalie und William sind ein Model-Paar aus Deutschland. Sie machen beruflich Paarbilder, überwiegend für Hochzeitscontent, und waren die ganze Woche dabei. Wir haben mit ihnen zusammengewohnt, in einer Villa, die wir auch als Location genutzt haben. Eine zweite Villa kam zum Shooten dazu.

Wind, Wolken und Regen
Wir haben genau die Woche erwischt, in der Mykonos nicht von seiner schönsten Seite war: viele Wolken, viel Wind und sogar Regen. Trotzdem hatten wir jeden Tag Zeitfenster für Bilder. Das war eine gute Übung, denn auch bei einer echten Hochzeit sucht man sich das Wetter nicht aus. Spannend ist zu sehen, wie die Kollegen mit der Lage umgehen und wie man selbst damit umgeht. Und es zeigt, dass auch bei schwierigem Wetter gute Ergebnisse möglich sind. Wie ihr euch darauf vorbereitet, steht in meinem Regenplan-Artikel.
Auch bei schwierigem Wetter sind gute Ergebnisse möglich.

Die Shooting-Villa: The White Dune
Gewohnt haben wir in einer Villa, geshootet haben wir zusätzlich in einer zweiten: der White Dune, die zu den Mykonos Dunes gehört. Sie liegt oberhalb der Strände Panormos und Agios Sostis im Norden der Insel, weit weg vom Trubel der Stadt. Das neu gebaute Haus hat zwei Schlafzimmer auf verschiedenen Ebenen, einen Pool und eine große Terrasse mit Blick aufs Meer. Für Fotos ist das praktisch, weil es viel Licht, klare Linien und weiße Flächen gibt und man nicht erst quer über die Insel fahren muss. Wer für ein Shooting oder eine kleine Hochzeit eine ruhige Location sucht, findet hier einen guten Rahmen.

Mykonos für Hochzeiten und Shootings: Wann es passt
Mykonos gehört zu den Kykladen und ist bekannt für weiße Häuser, Windmühlen und kleine Gassen in Chora, der Inselhauptstadt. Als beste Reisezeit gelten Ende Mai bis Mitte Juni und September bis Anfang Oktober. Dann ist es mild, das Meer ist warm genug, und es ist weniger los als im Hochsommer. Von Ende Juni bis August ist Hauptsaison, mit vollen Stränden und deutlich höheren Preisen. Im Juli und August bläst außerdem häufig der Meltemi, ein kräftiger Nordwind, der Strände im Norden ungemütlich machen kann. Im Oktober wird es spürbar kühler, in der zweiten Monatshälfte schließen viele Betriebe. Das war auch bei uns so: viel Wind, viele Wolken und etwas Regen. Für Brautpaare heißt das: Die Nebensaison bringt Ruhe, aber plant Wetter und Wind mit ein, am besten mit einem Regenplan und Kleidung, die im Wind gut aussieht.

Die Kirche im Hintergrund: Panagia Paraportiani
Die weiße Kirche mit dem kleinen Glockenturm ist die Panagia Paraportiani, eines der bekanntesten Fotomotive auf Mykonos. Sie steht in Chora, der Inselhauptstadt, im Viertel Kastro, direkt am Wasser neben Klein-Venedig.
Genau genommen sind es fünf Kirchen in einem Bau: Vier stehen auf Bodenhöhe, die fünfte thront über ihnen. Der Bau wurde 1425 begonnen und erst im 17. Jahrhundert fertiggestellt. Er ist also über Jahrhunderte gewachsen, deshalb wirkt er eher wie eine Skulptur als wie ein Gebäude.
Der Name bedeutet etwa „Muttergottes am Seitentor“. Er geht auf ein Seitentor der mittelalterlichen Burg zurück, das längst abgerissen ist.
Tipps für Fotos an der Paraportiani
Von außen ist die Kirche frei zugänglich. Innen ist sie in der Regel geschlossen und nur zu Gottesdiensten und Festtagen geöffnet.
Ruhig ist es vor allem früh am Morgen, kurz nach Sonnenaufgang. Ab dem späten Vormittag kommen Gruppen, mittags ist es im Sommer meist voll. In der Nebensaison, also im Mai, Juni, September und Oktober, ist weniger los. Eine zweite gute Zeit ist die Stunde vor Sonnenuntergang, dann aber mit mehr Andrang.
Das Weitwinkelobjektiv hilft, weil zu den Nachbarhäusern wenig Abstand bleibt. Die Westseite ist das bekannteste Motiv. Ruhigere Bilder bekommt ihr von der Nord- und Ostseite, wo man sieht, wie die Kapellen ineinandergreifen.
Wer ein Brautpaar-Shooting plant, sollte sich vorher erkundigen, ob für professionelle Aufnahmen etwas zu beachten ist.
Styled Shoot auf Mykonos, Oktober 2026, im Rahmen der Masterclass von Julian Müller. Keine Hochzeitsreportage.
- Make-up
- @mariamykonosmakeup
- Haare
- @maria.aligia.hair
- Brautkleid
- @brautfreundin
- Masterclass
- Julian Müller (@jules.weddings)
Ein kleiner Auszug aus meiner Arbeit. Komplette Reportagen zeige ich hier bewusst nicht, aber ich schicke euch gern mehr, wenn ihr mich anschreibt.

